Bebined

Das Projekt BEBINED („Seht“) gibt Menschen aus der afghanischen Community in Berlin eine Stimme – durch Filme, die sie selbst mitgestaltet haben.
 Ziel ist es, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, gesellschaftliche und politische Teilhabe zu stärken und Diskriminierung entgegenzuwirken. In den kommenden Wochen zeigen wir sieben Filme, die persönliche Geschichten, kreative Perspektiven und kulturelle Themen sichtbar machen – aus der Community, für die Community.
 
Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms.

1. Der Film erzählt die bewegende Geschichte der afghanischen Künstlerin Masouma Adel, die in Berlin lebt und ihre Identität sowie ihre Migrationserfahrung durch ihre Kunst ausdrückt. Ihre Arbeiten – insbesondere Skulpturen und Schlüsselanhänger – spiegeln die Traditionen und die Geschichte des Hazara-Volkes wider und schaffen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Neben ihrem künstlerischen Schaffen beschreibt der Film auch, wie sie ihre kulturellen Wurzeln bewahrt und ihre Erfahrungen an ihre Kinder weitergibt, die selbst im Taekwondo aktiv sind.

2. Der Kurzfilm porträtiert das beeindruckende Leben von Tamim Faqiry, einem afghanischen Geflüchteten in Berlin. Ursprünglich als talentierter Sportler (afghanischer Meister, deutscher Meister und Vizeweltmeister in Karate) bekannt, meisterte er den schwierigen Start in Deutschland – von der Selbstaneignung der deutschen Sprache bis hin zur beruflichen Neuorientierung. Nach dem Scheitern einer Anerkennung seiner ausländischen Abschlüsse fand er seinen Weg in die Krankenpflegeausbildung und übernahm zudem ein Ehrenamt bei YAAR e.V. Der Film vermittelt die zentrale Botschaft, dass Entschlossenheit und der Wille zur Integration alle Hürden überwinden können.

3. Dieser Film widmete sich dem Nowruz-Fest, dem traditionellen Neujahrsfest, das in Ländern wie Afghanistan, Iran, Aserbaidschan und Kasachstan gefeiert wird. Der Film fängt die fröhliche, familiäre Atmosphäre und die vielfältigen Bräuche ein – von traditionellen Spielen, Eid-Geschenken und besonderen Ritualen wie dem Hissen der Fahne in Kabul und Mazar-e Sharif bis hin zum symbolischen Binden von Grasbüscheln. Gleichzeitig thematisiert der Film die schwierige Lage in Afghanistan, wo kulturelle Feste wie Nowruz unter den Bedingungen politischer Unterdrückung nicht mehr unbeschwert gefeiert werden können, und drückt die Hoffnung aus, dass diese Traditionen eines Tages wieder uneingeschränkt gelebt werden können.